Audi eFoil - Neuigkeiten vom Nacra-17

Audi eFoil - Neuigkeiten vom Nacra-17

Audi eFoil, das steht für Qualität, Made in Germany. Doch nicht nur bei seinen Autos will der Hersteller voll in die Elektromobilität einsteigen. Auch andere Fahrzeuge haben es ihm angetan, vor allem die zu Wasser. Das Nacra-17-Boot aus der e-tron Reihe steht bereits in den Startlöchern für die nächsten Olympischen Spiele.

Und auch in den Markt des eFoiling will der Autohersteller einsteigen. Gute Voraussetzungen für die Entwicklung eines massentauglichen und innovativen eFoils hat er und auch der erste Prototyp war bereits auf dem Wasser zu sehen. Wir sehen uns einmal genauer an, was Audi bezüglich eFoils bis jetzt vorweisen kann.

Audi eFoil "e-tron Nacra-17" – Das fliegende Boot

Bereits seit 2013 gehen beim berühmten America’s Cup keine normalen Segelboote an den Start, sondern riesige Katamarane auf Hydrofoils. Und auch in der Olympiade sollen bald Foils zum Einsatz kommen, nämlich bei der Katamaran-Klasse Nacra-17.

Dieses Boot ging zum ersten Mal 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro an den Start und sollte ursprünglich für die folgenden Spiele 2020 eine technologische Neuerung bekommen: Mit einem elektrischen Antrieb fliegt der Katamaran nun auf Foils über das Wasser. Mit dem Audi e-tron Nacra-17-Boot trainieren zwei der besten Segler Deutschlands, Johannes Polgar und Carolina Werner seit 2018 für die Olympiade 2020 in Tokio. Die wurde zwar verschoben, doch das Team hofft, 2021 für Deutschland an den Start gehen zu können.

Das Boot wurde von Audi 2018 im Rahmen der Kieler Woche vorgestellt und begeisterte dort Wassersport- und vor allem Segelfans. Bis zu 28 Knoten, also rund 50 km/h sind damit möglich und das mit einem geringeren Kraftaufwand. Die Audi-Designer Marc Lichte und Marco dos Santos waren maßgeblich an der Gestaltung des elektrisch betriebenen Seglers beteiligt. Das Boot besitzt einen ähnlichen Antrieb wie viele Elektroautos und setzt das Signal: Elektromobilität ist die Zukunft – und Audi will dabei ganz vorne mit dabei sein.

Die Entstehung des e-tron eFoil

Zum eFoil kam der Autohersteller eigentlich durch Franz Hofmann. Der Ingenieur bei Audi ist leidenschaftlicher Kitesurfer und bekam 2015 die Idee, sein eigenes Foil zu bauen. Zusammen mit seinem Freund Christian Rößler, seines Zeichens  Luft- und Raumfahrtingenieur und bei der TU angestellt, begann er, zu basteln.

Die beiden bringen die optimalen Hintergründe mit, um ein innovatives Foil zu erschaffen: Rößler kennt sich besonders gut mit Drohnen aus und erforscht ständig neue Technologien für die unbemannten Flugobjekte.

Und Hofmann hat nicht nur bei Audi mit dem gleichen Kohlefasermaterial zu tun, das bei Foils zum Einsatz kommt, sondern weiß als erfahrener Surfer auch, worauf es ankommt. In seiner Surf-Laufbahn hat er schon etliche Foils ausprobiert, um ganz genau zu wissen, was es braucht, um ein gutes Modell zu bauen. So kam es, dass der Prototyp des besten und effizientesten Foils, so Hofmann, vor allem zuhause in seinem Wohnzimmer entstand.

Seine Entwicklung stellte er bei Audi vor und bekam von den verschiedensten Abteilungen durchweg positives Feedback. Dass er nichts Neues erfunden hat, weiß der Ingenieur selbst – innovativ ist das Audi eFoil trotzdem. Es kommt mit einem ganz entscheidenden Unterschied zu vielen anderen Modellen: Dieses Foil besitzt einen Jet-Antrieb. Es ist nicht, wie bei vielen anderen Foils, ein offener Propeller montiert, sondern ein ummantelter Impeller mit Stator. Diese Konstruktion ist nicht nur besonders effizient, sondern verringert auch das Verletzungsrisiko, das Hofmann als ein Problem der offenen Propeller sieht.

Audi eFoil Details

Bisher wissen wir über das eFoil von Audi nicht allzu viel. Es gehört klar zur e-tron Linie, ist dessen Technologie nachempfunden und besitzt einige gleiche oder ähnliche Bestandteile. Der Mast ist mit einem Meter relativ lang geplant. Die Batterieleistung zwischen 3 und 5 kW soll den Surfer bis zu 30 Kilometer weit bringen, eine Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h soll das eFoil maximal erreichen.

Das Board soll hauptsächlich aus der auch bei anderen Foils verwendeten Vollkohlefaser bestehen. Das Foil und andere Teile unter Wasser sollen mit einem 3D-Drucker aus leichtem Aluminium hergestellt werden.

Gerüchten zufolge soll der Preis bei rund 10.000 € liegen und würde sich damit im mittleren Segment befinden – nicht ganz so teuer wie die Boards von Lift aber auch nicht so günstig wie die von Takuma oder Oukai.

Die Zukunft des Audi eFoil

Der erste richtige Prototyp ging 2018 ins Wasser und wurde auch im Rahmen der Kieler Woche vorgestellt. Hofmann hatte sich erhofft, dass seine Entwicklung im Jahr 2020 in Serie gehen würde. Mittlerweile findet man online auch eine eigene, von Hofmann und Rößler gegründete Firma: Aerofoils. Auf deren Webseite sucht man Details zum Foil oder zum Veröffentlichungsdatum dort bis jetzt leider vergeblich. Wir verfolgen die weitere Entwicklung der Audi eFoils gespannt und berichten, sobald es dazu Neuigkeiten gibt.


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