Hydrofoil Bike Manta5 – Ziel: Olympiade 2024 in Paris!

Hydrofoil Bike Manta5 – Ziel: Olympiade 2024 in Paris!

Wer den Sport und vor allem den motorisierten Wassersport liebt, der wird auch bei diesem Gefährt hellhörig werden: Das Manta5 Hydrofoil Bike ist ein eBike der besonderen Art. Denn es fährt nicht auf dem Land, sondern auf dem Wasser, ganz ähnlich wie ein Jetski oder ein eFoil!

Die Erfinder des Bikes selbst sind leidenschaftliche Fahrradfahrer und stecken nach wie vor viel Herzblut in ihr Projekt. Im Jahr 2017 wurde der Prototyp vorgestellt, gewann den Best Award in der Kategorie Concept/Experimentalund schlug danach regelrecht ein wie eine Bombe! Überall auf der Welt waren Sportler und Entwickler fasziniert von dem futuristisch anmutenden Gerät. Die Unternehmensgründer selbst wünschen sich für ihr trendiges Bike vor allem eins: Die Teilnahme an Wettbewerben – am liebsten den Olympischen Spielen!

So sieht der Manta5 Hydrofoiler XE-1 aus

Man kann das Hydrofoil Bike als eine Mischung aus E-Bike, Flugzeug und Boot beschreiben – ein Fahrrad mit Tragflügeln, das anstatt an Land eben auf dem Wasser fährt. Die Reifen werden hinfällig, stattdessen gibt es ja die Flügel. Zwei verschiedene befinden sich an der Unterseite des Gefährts: Der hintere Tragflügel auf Höhe der Pedale ist der größte und hat einen Propeller. Vorne auf Höhe des Lenkers befindet sich ein weiterer zweiteiliger Flügel, der ist jedoch wesentlich kleiner als der hintere. Die braucht das Fahrrad nicht nur zum abheben, sondern sie verleihen ihm auch Stabilität.

Mit rund 30,5 Kilogramm wiegt das Bike weniger, als man sich vielleicht zuerst einmal vorstellt. Das machen auch die verbauten Materialien möglich: Die Foils bestehen aus Vollkohlefaser und der Rahmen des Fahrrads aus einem leichten Aluminium. Für den Transport lässt sich das Bike sich in seine Einzelteile (Fahrrad, Front- und Heckflügel) zerlegen und so einfacher verstauen. Für rund 8.000 € ist das Hydrofoil Bike XE-1 auf der Homepage von Manta5 verfügbar.

In der langjährigen Entwicklung des Fahrrads war dies zuerst übrigens als nicht-motorisierte Version gedacht. Das wäre für Profisportler durchaus denkbar, für den Alltagsgebrauch und Gelegenheitssportler allerdings viel zu schwer. So entschied man sich für den Einbau eines Motors und eines Lithium-Ionen-Akkus.

Wie fliegt das Hydrofoil Bike?

Die Funktionsweise des Hydrofoil Fahrrads ist der eines eFoils ganz ähnlich. Die Tragflügel erzeugen ab einer gewissen Geschwindigkeit einen Unterdruck und treiben das Gerät somit in die Höhe: Es hebt von der Wasseroberfläche ab und schwebt über das Wasser!

Diese Geschwindigkeit erreicht der Fahrer dadurch, dass er kräftig in die Pedale tritt. Da durch den Wasserwiderstand zum Anfahren ein enormer Kraftaufwand nötig wäre, haben sich die Entwickler etwas einfallen lassen, nachzuhelfen. Ähnlich wie bei einem normalen eBike wird die Trittwirkung mit einem Motor verstärkt – somit kann das Hydrofoil Bike auch mit einem durchschnittlichen Kraftaufwand abheben und über das Wasser düsen.

Dabei gibt es unterschiedliche Stufen der Unterstützung – je stärker der Fahrer selbst in die Pedale tritt, desto länger kann er mit dem Hydrofoil Bike unterwegs sein, im niedrigsten Modus bis zu vier Stunden. Im höchsten Unterstützungsmodus hält die Lithium-Ionen-Batterie rund 1,5 Stunden durch. Die maximale Geschwindigkeit gibt der Hersteller mit 22 km/h an, realistisch ist aber eine Cruising Geschwindigkeit von 11 - 13 km/h.

Schwierigkeitsgrad – und was, wenn ich hinfalle?

Der Hersteller empfiehlt auf seiner Webseite zu anfangs den Start von einem Steg oder einer anderen Plattform im Wasser und vor allem: mit Assistenz. Das Starten aus dem Wasser ist möglich, allerdings nur mit etwas Erfahrung machbar. Die sogenannte „Submerged Launch“ Technik sollten Menschen, die öfter fahren, schon beherrschen. Auf seiner Webseite bietet der Hersteller zahlreiche Videokurse zu den einzelnen Starttechniken, anderen Manövern und weiteren relevanten Themen an.

Und wenn du aufhörst, in die Pedale zu treten? Dann sinkt das Bike zuerst einmal etwas ab und kommt dann auf der Seite liegend in einen Schwebezustand auf dem Wasser – Angst davor, dass es untergeht, brauchen Fahrer also nicht zu haben. Erfahrene Hydrofoil-Biker können auch aus dem Wasser starten.

Für größere Wellen eignet sich das Hydrofoil Bike übrigens nicht. Unruhige Gewässer und kleinere Wellen meistert das Bike aber einwandfrei. Das Fahrrad eignet sich super für Fahrten auf größeren Seen oder Flüssen, aber auch in Meeresbuchten ohne Wellengang kann man damit seine Runden drehen.

Die Zukunft des Hydrofoil Bike

Unternehmensgründer Guy Howard-Willis erhofft sich für seine Erfindung die Teilnahme an Wettkämpfen. „Wenn man Rennen damit fahren kann, dann ist es auch für Wettbewerbe geeignet, und wenn das der Fall ist, dann könnte die Sportart auch in die Olympischen Disziplinen aufgenommen werden“, so Howard-Willis.

Die Chancen, dass sein Hydrofoil Bike bald weiter verbreitet wird, schätzt er als gut ein. Schließlich wurde gerade erst das Wind-Foiling als Disziplin bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris aufgenommen – und genau da würde der Neuseelander auch seine Erfindung gerne sehen!


Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen