So foilen die Profis – Sprünge, Speed und eine gehörige Portion Adrenalin

So foilen die Profis – Sprünge, Speed und eine gehörige Portion Adrenalin

Die Geschwindigkeit, das Adrenalin, das förmliche Fliegen über der Wasseroberfläche – all dies sind Charaktereigenschaften, die das eFoiling auch für Profis besonders attraktiv machen. Die Pros haben diese Sportart schon vor einiger Zeit kennen und lieben gelernt.

Dabei ist nicht nur das Foiling mit dem elektrisch angetriebenen Board interessant, sondern auch sämtliche andere Arten des Foiling. Wo der Wind es hergibt, sind Surfer auf dem Wing, Wind oder Kite Foil unterwegs oder lassen sich auf einem klassischen Hydrofoil von Jetskis in größere Wellen ziehen.

Die Pros – From Surfing to Foiling

Einer der ersten Pro Surfer, der Gefallen am Foiling gefunden hatte, war Laird Hamilton. Der als Big Wave Surfer bekannt gewordene Amerikaner gilt als Mitbegründer der Tow-in Surfing. An den eFoils fasziniert ihn so sehr, dass sie ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Im Jahr 2019 sagte er in einem Interview: „Mit diesen Tools, die uns nun zum Wellenreiten zur Verfügung stehen, eröffnet sich eine ganz neue Effizienz, die es uns möglich macht, Dinge zu tun, die niemand vorher je getan hat und an Orten, die niemals jemand vorher gesurft hat.“

Dabei geht er vor allem auch auf die Möglichkeit ein, ganz neue Erlebnisse in großen Wellen zu haben: „One of the most exciting parts is being able to perform and do these things in these giants waves that have never been done yet.“

Er nutzte schon damals ein Lift eFoil und ist beeindruckt von der Technologie, die das Surfen auf das nächste Level bringt. Die motorisierten Surfbretter eigenen sich nämlich nicht nur zum Exploring, sondern auch als Training oder für Tage, an denen es keine Wellen gibt. Das eFoil bezeichnet er als extrem vielfältig – und als eine Option, die definitiv zur Zukunft des Surfsports dazugehört.

Die neue Generation – Kai Lenny

Einer der nach wie vor vernarrt in jegliche Art von Foils ist, ist Kai Lenny. Der Hawaiianer liebt sämtliche Wassersportarten und vor allem alles, was mit Speed und Adrenalin zu tun hat. Egal ob Wing, Kite oder eFoil, alles ist sein Metier. Vom Herumdüsen in kleinen Wellen über Tricks bis hin zu Barrels und riesigen Wellen – alles ist möglich. Besonders oft sieht man Lenny auf dem Wing Foil. Neben Front und Back Flips jagt er damit auch Geschwindigkeitsrekorden hinterher. Die Speed Challenge im Jahr 2020 absolvierte er mit einem Lift Foil und erreichte dabei 35 Knoten, das entspricht rund 65 km/h!

Kai Lenny erwartet, dass sich in den nächsten Jahren in der Welt des Foiling einiges tun wird. Die jetzt bereits guten Designs werden von noch besseren abgelöst. Damit werden aggressive Manöver noch einfacher zu landen sein und auch höhere Geschwindigkeiten sollten damit möglich werden.

Das passende Equipment

Um auch größere Swells erfolgreich zu foilen, braucht es vor allem das richtige Equipment. Das muss nicht nur stabil sein, um dem erhöhten Druck standzuhalten – damit muss es zudem möglich sein, aggressive Manöver auszuführen. Die bekannten eFoil Hersteller legen mittlerweile ein immer größeres Augenmerk darauf, Optionen für jedes Fahrniveau anzubieten: Vom erstmaligen Surfer, der noch nie auf einem Board stand, bis hin zu langjährigen Profis findet sich für jeden etwas.

Kürzeres Board

Je kürzer ein Surfboard, desto wendiger und schneller ist es. Auch ein geringeres Volumen sorgt dafür, dass ein Board sich besser für aggressive Manöver eignet. Das gilt sowohl beim klassischen Surfen, als auch bei jeglicher Art von Foiling.

Das kürzeste klassische Foil Board von Lift ist nur 3’8″ lang. Mit dem Modell ist Pro Surfer Ariihoe Tefaafana in Tahiti unterwegs und surft damit unglaubliche Barrels und echt große Wellen. Das kürzeste Lift eFoil Modell ist mit 4’2″ nur etwas länger.

Dieses im Jahr 2021 neue Board im Lineup der LIFT3 Reihe ist speziell für erfahrene Surfer gemacht. Es ist das leichteste Board und damit am wendigsten und agilsten von allen. Auch Fliteboard bietet ein Board mit einer Länge von 4’2″ an,das sich perfekt für Profis eignet.

High Aspect Wings

Doch nicht nur das Board ist wichtig, sondern auch das was darunter liegt! Neben der richtigen Mastlänge kommt es vor allem auf die Größe und das Design der Flügel an. Je fortgeschrittener der Surfer, desto kleiner sollten in der Regel die Wings sein. Besonders High Aspect Wings eignen sich für fortgeschrittene Foiler. Die haben in der Regel ein schlankeres Design. Das bringt weniger Widerstand, erlaubt höhere Geschwindigkeiten und erleichtert Tricks und Sprünge.

Sicherheit geht vor – auch für Foiling Profis

Egal wie fortgeschritten das Level eines Surfers ist – Sicherheit sollte im Wasser immer an erster Stelle stehen. Sowohl beim eFoiling, als auch bei sämtlichen anderen Arten dieses Sports bist du mit sehr schnellen Geschwindigkeiten unterwegs. Ein Zusammenstoß sollte da tunlichst vermieden werden.

Ein Hydrofoil stellt gegenüber einem normalen Surfboard eine erhöhte Gefahr dar, denn die Kanten des Foils und vor allem die Flügel sind scharf. Sowohl Anfänger als auch Profis sollten deshalb immer eine Surf Leash nutzen und auch die richtige Ausrüstung und Kleidung für deine Sicherheit ist angebracht.

Allgemein solltest du immer vorsichtig sein, wenn das Lineup sehr voll ist – nur weil du selbst ein guter Surfer bist, muss dies nicht auch auf die anderen Surfer zutreffen.


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