So bestimmst Du Mast- & Flügelgröße

by Christian Habeck

Wie du bereits weißt, lieben wir das eFoiling! Unsere Mission ist es, eine größere Bekanntheit für diese Sportart zu erlangen. Von einem abstrakten Konstrukt, mit dem du in einem halben Meter Höhe über die Wellen fliegen kannst, wollen wir eFoils zu etwas verwandeln, das für jeden in greifbarer Nähe ist – eine Sportart, die du täglich an deinem Homespot ausführen kannst. Aus dem Grund ist es für uns auch sehr wichtig, dass du verstehst, wie ein eFoil funktioniert und warum es so fliegt, wie es eben fliegt.

Jeder einzelne Bestandteil eines eFoils hat Auswirkungen darauf, wie sich das Gerät fährt. Dabei kommt es nicht nur auf das Board an sich und die eingebaute Batterie an, sondern auch auf das was (teilweise) unter der Wasseroberfläche liegt: Das eigentliche Hydrofoil, der Mast und die Flügel!

  • Woraus besteht ein Foil?
  • Warum macht es einen Unterschied, wie groß das Hydrofoil ist?
  • Mastlänge
  • Flügelgröße
  • Fuselage
  • Das Lift eFoil Setup
  • Vorteile der individuellen Zusammenstellung
  • FAQ – Mast und Flügel
  • Wie du dich für die perfekten Flügel und den optimalen Mast entscheidest

Woraus besteht ein Foil?

Das Hydrofoil ist dort angebracht, wo sich beim klassischen Surfboard die Mittelfinne befinden würde. Ein Foil Board verfügt dort über eine Deep Tuttle Box (auch Foil Tuttle Box) in die der Connector des Hydrofoils gesteckt wird. Ist das Foil im Stillstand, dann liegt es flach auf dem Wasser, ganz wie ein normales Surfboard. Mast und Flügel befinden sich komplett unter Wasser – erst wenn das Foil an Geschwindigkeit gewinnt und abhebt, hebt sich ein Teil des Masts aus dem Wasser heraus.

Allgemein besteht ein Hydrofoil aus drei Komponenten:

  • Mast
  • Flügel (Front und Heck)
  • Propeller

Der Aufbau sieht bei allen Arten des Foiling im Prinzip gleich aus, sei es das klassische Foiling, Windsurf oder Wing Foil, Kitesurf oder SUP Foil oder eben beim eFoil.

Die Größe und Beschaffenheit der einzelnen Bestandteile kann jedoch mitunter stark variieren. Es gibt unterschiedlich aufgebaute Propeller, verschiedene Längen für den Mast und auch die Größe der Flügel kann sehr stark variieren.Viele Hersteller von eFoils – so auch Lift – bieten den Kunden die Möglichkeit, sich sein eFoil individuell zusammenzustellen. So entscheidest du selbst, welchen Mast und welche Flügel du auf welches Board packen willst. Dadurch ergibt sich eine Vielzahl an verschiedenen Kombinationen, bei denen für jedes Erfahrungslevel etwas dabei ist: Vom Einsteiger bis hin zum Profi findet so jeder die für sich perfekte Lösung.

Warum macht es einen Unterschied, wie groß das Hydrofoil ist?

Wenn ein eFoil abhebt, dann folgt es den Gesetzen der Hydrodynamik: Der im Wasser liegende Flügel verdrängt  dieses und erzeugt ab einer gewissen Geschwindigkeit einen Auftrieb. Durch die Dynamik, die dadurch entsteht, wird das Board aus dem Wasser aufgehoben und gleitet auf dem Mast über die Wasseroberfläche. Dieser Effekt kann vom Surfer noch verstärkt werden, wenn er sein Gewicht auf den hinteren Teil des Boards legt und so die Nase mehr aus dem Wasser hebt. Das kann es einfacher machen, abzuheben, kann andererseits aber auch zu einem Ungleichgewicht führen und einen Sturz verursachen. Das Ziel sollte sein, in einer möglichst gleichbleibenden Höhe auf dem eFoil über das Wasser zu gleiten.

Doch welchen Unterschied macht nun die Größe des Foils? Je größer der Tragflügel, desto mehr Wasser kann verdrängt werden. Das bedeutet, dass das Board leichter abhebt, allerdings auch schwerer zu manövrieren ist. Je länger der Mast, desto höher kann das Board theoretisch über der Wasseroberfläche schweben. Im Folgenden sehen wir uns einmal detaillierter an, welchen Einfluss die unterschiedlichen Größen von Mast und Flügel auf das Fahren mit dem eFoil haben.

Mastlänge

Die Länge des Masts bestimmt, in welcher Höhe du mit dem eFoil über das Wasser fliegen kannst. Je höher der Mast, desto höher kannst du logischerweise auch abheben. Höher ist zwar echt cool, aber auch schwieriger zu manövrieren. Außerdem ist der Fall vom Foil mit einem höheren Mast höher, als von einem kürzeren Mast. Kürzere Masten sind zudem stabiler und einfacher zu kontrollieren. Lange Masten eignen sich besser für High-Performance Foiling und hohe Geschwindigkeiten.

Bei der Wahl der Mastlänge sollte zudem bedacht werden, wo das eFoil hauptsächlich eingesetzt wird. In sehr seichten Gewässern oder wenn du über Riffen im Ozean fahren willst, kann ein sehr langer Mast ein Hindernis sein. Damit erhöht sich die Gefahr, dass das Foil hängenbleibt und du damit stürzt.

Als allgemeiner Anhaltspunkt gilt: Kürzere Masten für Anfänger, längere Masten für fortgeschrittene eFoiler. Ein kürzerer Mast ist für den Anfang wesentlich einfacher zu handlen, als ein extrem langer. Masten sind schon ab einer Länge von 35 cm erhältlich und können bis über einen Meter lang werden.

Flügelgröße

Der Flügel, auch unter dem englischen Begriff Wing bekannt, besteht aus verschiedenen Bestandteilen. Er verfügt über einen kleineren Heck- und einen größeren Frontflügel. Gemessen wird meistens die Flügeloberfläche in Quadratzentimetern. Auch die Länge der Verbindung der beiden Flügel, auf Englisch Fuselage, hat einen Einfluss auf das Fahrverhalten – je kürzer diese ist, desto einfacher ist das eFoil in der Regel zu manövrieren. Die meisten Hersteller verwenden für ihre Wings eine Vollkohlefaser. Dieses Material ist langlebig und robust aber gleichzeitig sehr leicht.

Allgemein gibt es unterschiedliche Ansprüche, die ein Flügel idealerweise erfüllen sollte:

  • Geringes Gewicht
  • Robust, hält auch Salzwasser und rauen Temperaturen stand
  • Bringt Kontrolle und Stabilität
  • Erzeugt keinen unnötigen Widerstand
  • Optimale Hydrodynamik

Allgemein gelten die Grundsätze:

Großer Flügel: Leichter für Anfänger und Einsteiger. Hebt bereits bei geringeren Geschwindigkeiten ab und bringt ein hohes Maß an Stabilität. Besser geeignet für stille Gewässer ohne Wellen.

Kleiner Flügel: Besser für große Wellen und erfahrene Surfer geeignet. Man muss schneller unterwegs sein um abzuheben, dafür sind damit höhere Geschwindigkeiten und aggressivere Manöver möglich.

Front- und Heckflügel sind in der Regel aneinander angeglichen: Je größer der Frontflügel, desto größer wird normalerweise auch der Heckflügel gewählt. Dabei haben die beiden unterschiedliche Aufgaben. Während der große Frontflügel für den gesamten Auftrieb sorgt, bringt der Heckflügel einen Widerstand und Abtrieb mit sich. Letzteres hört sich zwar nicht toll an, ist aber dringend nötig für die Stabilität des Foils. Ohne den Heckflügel würde das Foil nach vorne fallen, ähnlich dem Prinzip einer Wippe. Der Heckflügel bringt das nötige Gegengewicht und die Balance. Zudem kann ein kleinerer Heckflügel auch für mehr Wendigkeit auf dem Wasser sorgen.

Auch der Winkel, in dem die Flügel angebracht sind, hat einen Einfluss auf die Fahrtweise des Foils. Eine eher gerade Anordnung der Flügel bringt eine höhere Stabilität, während gebogene Flügel Turns und Kurven leichter erlauben.

Dann gibt es da noch die Unterscheidung zwischen High Aspect Wings und Low Aspect Wings. Unter High Aspect Wings versteht man einen längeren, schmaleren Flügel, ähnlich dem Prinzip eines Gleitflugzeuges.

Erstere sind effizienter, wenn es darum geht, abzuheben und können höhere Maximalgeschwindigkeiten erreichen, als Low Aspect Wings. High Aspects sind eher für Rennen geeignet, bei denen es um Geschwindigkeit geht – Turns und aggressivere Manöver gestalten sich damit eher schwieriger. High Aspect Wings sind etwas schwieriger zu kontrollieren und eher für erfahrene Foiler geeignet.

Fuselage

Bei der Fuselage handelt es sich um die Verbindung von Front- und Heckflügel. Je kürzer diese ist, desto schwieriger ist das Foil zu kontrollieren. Wie hoch du mit dem Foil fliegst, kannst du viel einfacher steuern, wenn der Abstand zwischen Front- und Heckflügel größer ist. Erfahrene Surfer können von einer kurzen Fuselage dahingehend profitieren, weil damit aggressivere Turns und Kurven einfacher möglich sind. Auch das Pumpen von Welle zu Welle für klassische Foiler ist mit einer kürzeren Fuselage leichter.

Das Lift Foil Setup

Bei Lift stehen eFoilern viele Möglichkeiten offen, was die Variation des Hydrofoils angeht: Neben drei Mastlängen gibt es auch unzählige Optionen für die Kombination des Tragflügels. Der ist nämlich zweigeteilt, Front- und Heckflügel können somit je nach den Ansprüchen des Surfers ausgewählt und individuell zusammengestellt werden.

Diese bereits vorgefertigten Standardkombinationen werden für die Lift eFoils vorgeschlagen:

  • CLASSIC 110: Für erfahrene Surfer und smoothe Gewässer. Auch für große Wellen geeignet. Schnelle und sportliche eFoiler haben hiermit ihren Spaß.
  • CLASSIC 150: Mittelgroße, sportliche Option für schnelles Fahren auf smoothen Gewässern.
  • CLASSIC 170: Der Standard für die beiden kürzeren eFoils (4′4″ und 5′0″) gibt Stabilität, genügend Auftrieb und Geschwindigkeit.
  • CLASSIC 200: Wird als Standard für die größeren eFoil Boards (5′6″ und 6′2″) verkauft und bringt Stabilität und ein einfaches Fahrvergnügen.

Statt den klassischen, vorgeschlagenen Anordnungen kannst du dir aber eben auch deine eigene Kombi zusammenstellen. Dabei hast du die Wahl zwischen den folgenden Möglichkeiten.

Für den Frontflügel:

  • FRONT 60 SURF: Der kleinste Flügel für die Pros. Geeignet für Tow-in-Surfing in großen Wellen und extreme Barrels.
  • FRONT 100 SURF: Für leichte Fahrer, die damit schneller an Geschwindigkeit aufnehmen und für schwerere Fahrer in großen Wellen.
  • FRONT 150 SURF: Wing für die unterschiedlichsten Geschwindigkeiten. Auch aggressive Turns sind damit möglich. Perfekt geeignet für fortgeschrittene, sportlichere eFoiler.
  • FRONT 200 SURF: Die perfekte Mischung aus Stabilität, Geschwindigkeit und Wendigkeit. Die Go-to Option für eFoiler für den optimalen Gleitflug.
  • FRONT 250 SURF: Extrem hohe Stabilität und Auftrieb auch bei langsamen Geschwindigkeiten. Ideal für Anfänger und sehr ruhige Gewässer. Gute Option für sehr große, schwere Fahrer.
  • FRONT 300 SURF: Super Flügel für alle, die selbstbewusster im Foiling werden wollen. Perfekt geeignet für Surfschulen und Verleihe.

Für den Heckflügel:

  • BACK 25 GLIDE: Der kleinste und schnellste Flügel (Achtung: Nicht empfohlen für eFoil).
  • BACK 32 GLIDE: Sportlicher Gleitflug und hohe Geschwindigkeiten garantiert.
  • BACK 34 SURF: Ideal für Groms und sehr leichte Fahrer. Erfahrene Foiler haben damit in Verbindung mit einem großen Frontflügel Spaß und erreichen eine hohe Wendigkeit und leichtes Pumpen.
  • BACK 38 SURF: Vielseitig einsetzbarer Flügel.
  • BACK 48 SURF: Der größte Heckflügel für das höchste Maß an Stabilität.

Auch drei nagelneue High Aspect Wings sind bei Lift verfügbar. Die sind in den Größen 120, 170 und 200 verfügbar und absolut High-Performance Teile, gefertigt aus einem speziellen, ultrahochwertigen Vollkarbon.

 

Auch bei den Masten bietet Lift eine Auswahl an. Die Masten sind übrigens, genau wie die Flügel aus einem hochwertigen Vollcarbon-Material hergestellt. Hier hast du diese vier Optionen:

  • 24″ (ca. 61 cm): Der kürzeste Mast wird für Anfänger empfohlen.
  • 28″ (ca. 71 cm): Der Standardmast für alle Foilarten inklusive eFoiling. Extrem nutzerfreundlicher Allrounder, perfekt für die eFoils.
  • 32″ (ca. 81 cm): Der längere Mast zum Surfing und SUP für mehr Kontrolle und unruhigere Gewässer geeignet.
  • 36″ (ca. 91 cm): Die längste Version ist vor allem fürs Kite Foiling geeignet.

Vorteile der individuellen Zusammenstellung

Die Möglichkeit, sich bei Lift sein Hydrofoil nach seinen eigenen Wünschen und Ansprüchen zusammenzustellen, finden wir extrem toll. Dadurch kannst du dir dein individuelles Foil so bauen, wie du es gerne hättest. Das bedeutet zum Beispiel auch, dass du nach einer Weile, wenn du fortgeschrittener bist, nicht sofort das gesamte Board austauschen musst, sondern es erst einmal mit einem anderen Flügel versuchen kannst. Zudem ist der Transport der zweigeteilten Flügel viel leichter, denn du kannst das gesamte Equipment auseinanderbauen und platzsparend verstauen.

Wer von so viel Auswahl überfordert ist, kann ganz einfach auf die von Lift vorgeschlagenen Kombinationen zurückgreifen. Alternativ kannst du natürlich uns kontaktieren und wir helfen dir gerne bei der Beratung.

FAQ – Mast und Flügel

Wie tragen die Flügel zum Abheben des eFoils bei?

Die Tragflügel verdrängen Wasser und erzeugen so einen Auftrieb. Der macht es möglich, dass das eFoil ab einer bestimmten Geschwindigkeit von der Wasseroberfläche abhebt.

Was hat der Mast mit dem Flug des eFoils zu tun?

Von der Länge des Masts hängt es ab, wie hoch du mit dem eFoil über dem Wasser hinwegschwebst.

Aus welchem Material sind Mast und Wings?

Lift verwendet eine qualitativ hochwertige Vollkohlefaser. Die ist leicht, aber gleichzeitig super robust und langlebig.

Was sollten Einsteiger beachten?

In der Regel gilt: Je weniger Erfahrung desto kürzer der Mast und desto größer die Flügel. Am Anfang geht es darum, dass du mehr Stabilität bekommst und auch mit einer geringeren Geschwindigkeit abheben kannst.

Wie du dich für die perfekten Flügel und den optimalen Mast entscheidest

Wir wissen, dass dies ein sehr technisches Thema ist. Allerdings kann dich ein grundlegendes Verständnis darüber dabei unterstützen, besser auf dem eFoil zu werden. Denn wenn du weißt, wie etwas funktioniert, dann kann dir das auch dabei helfen, dich zu verbessern und Fehler zu vermeiden.

Wenn du mit der wahrhaften Flut an Wings und Masten, die bei Lift zur Auswahl stehen, etwas überfordert bist, kontaktiere uns gerne. Wir können dir eine Einschätzung geben, welche Kombination wir dir entsprechend deines Kenntnisstandes und deiner Ziele empfehlen würden. Zudem bekommst du bei uns die Gelegenheit, unterschiedliche Kombinationen auszuprobieren und somit deine liebste zu finden.

 


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