Wissen
Was ist ein eFoil?
Ein eFoil ist ein Surfboard mit Elektromotor und Hydrofoil. Unter dem Board sitzt ein Mast mit Flügeln. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit hebt das Board ab und gleitet etwa einen halben Meter über dem Wasser.
Du brauchst dafür weder Wind noch Wellen. Auch Einsteiger stehen mit etwas Übung schnell auf dem Board. Diese Seite erklärt Aufbau, Funktion, Akku, Geschwindigkeit, Kosten und Recht.
eFoil-Kurs buchen → Wie es fliegt
Auf einen Blick
Ein eFoil in sechs Fakten.
Aufbau
Woraus besteht ein eFoil?
Von oben sieht ein eFoil aus wie ein Surf- oder Kiteboard. Der Unterschied liegt unter Wasser: Das Hydrofoil macht aus dem Board ein fliegendes Sportgerät.
eFoil Board
Die Länge liegt je nach Hersteller zwischen etwa 4'2 und 6'3. Die Boards bestehen meist aus Carbon, sind dicker als normale Surfboards und haben mehr Volumen. Der wasserdichte Akku sitzt bei den meisten Modellen im hinteren Teil.
Mast und Wings
Der Mast sitzt unter dem Board, dort wo ein Surfboard seine mittlere Finne hat. Er besteht oft aus Aluminium oder Carbon. Am unteren Ende sitzen ein kleinerer Frontflügel und ein größerer Heckflügel.
Motor und Propeller
Der Motor mit Propeller sitzt am Mast. Er treibt das Board an und sorgt für die Geschwindigkeit, mit der die Flügel Auftrieb erzeugen.
Akku und Controller
Die meisten Hersteller verbauen einen Lithium-Ionen-Akku. Du steuerst die Geschwindigkeit mit einem Controller in der Hand, der meist per Bluetooth mit dem Board verbunden ist. Das Display zeigt unter anderem den Ladezustand.
Funktion
Wie funktioniert ein eFoil?
Ein Surfboard liegt auf dem Wasser. Ein eFoil fliegt, in etwa einem halben Meter Höhe. Das liegt an den Flügeln unter dem Board. Sie sind profiliert wie ein Flugzeugflügel. Strömt Wasser an ihnen vorbei, entsteht Auftrieb. Je schneller das Board, desto größer der Auftrieb.
Zum Abheben braucht ein eFoil grob zwischen 10 und 20 km/h. Danach hebt sich das Board aus dem Wasser und du hältst es mit Gewichtsverlagerung in der Balance.

Geschichte
Seit wann gibt es eFoils?
Zu den Pionieren zählen die Hersteller Lift Foils und Fliteboard. Wer offiziell der Erfinder ist, ist nicht abschließend geklärt.
- 2010Lift Foils aus Puerto Rico startet laut eigener Website mit klassischen Surf- und Kite-Foils.
- 2013Gründer Nick Leason hat die Idee für ein elektrisch angetriebenes Foil und baut Prototypen.
- 2017Die ersten serienmäßigen eFoils kommen auf den Markt: die erste Edition von Lift Foils und die ersten Modelle des australischen Herstellers Fliteboard.
- HeuteNeben Lift Foils und Fliteboard bieten weitere Hersteller eFoils an, zum Beispiel Takuma aus Frankreich, Aerofoils aus Deutschland (auch das Audi e-tron eFoil), Waydoo und WaveShark aus China.
Verwandte Sportarten
Foilen geht auch ohne Akku.
Das eFoilen ist eine von mehreren Arten des Foilens. Ohne Akku kommst du bei diesen aus:
- Foilen in Wellen
- Pump Foiling
- Wing Foiling
- Kite Foiling
- Windsurf Foiling
- SUP Foiling
Zielgruppe
Wer kann eFoilen lernen?
Im Prinzip jeder. Du musst weder besonders athletisch noch sportlich begabt sein. Auch mit durchschnittlicher Fitness stehst du nach wenigen Startversuchen auf dem Board.
Das eFoilen ist anstrengend, lässt sich aber nicht mit dem klassischen Pump-Foilen vergleichen. Du musst keine Wellen lesen und keinen Wind abwarten. Deshalb ist es für Einsteiger gut geeignet.
Newbies
Du hast noch nie Wassersport gemacht.
Anfänger
Du hast schon einmal einen Surfkurs besucht.
Familien
Ihr wollt am Wochenende gemeinsam aktiv werden. Lange Boards mit viel Volumen sind stabiler.
Sportliche
Du bist gern regelmäßig an der frischen Luft.
Fortgeschrittene
Du willst auf ein kürzeres Board wechseln und Tricks üben.
Mit Platzbedarf
Das 6'0 Air von Fliteboard ist aufblasbar und lässt sich leichter transportieren.
Akku und Fahrzeit
Wie lange kann man eFoilen?
Die meisten Akkus halten zwischen einer und zwei Stunden. Wie lange es bei dir wirklich reicht, hängt von deiner Fahrweise ab.
Weniger Verbrauch
Entspanntes Cruisen mit mittlerer, konstanter Geschwindigkeit.
Mehr Verbrauch
Viele Turns, aggressive Manöver und starke Beschleunigung. Auch Außentemperatur und Wasserbedingungen wirken sich aus.
Geschwindigkeit
Wie schnell fährt ein eFoil?
Auf den Websites der Hersteller stehen Höchstgeschwindigkeiten um 55 km/h. Eine angenehme Cruising-Geschwindigkeit liegt bei rund 25 km/h.
Die erreichbare Geschwindigkeit hängt vom Wing-Setup, vom Gewicht des Fahrers, von den Wasserbedingungen und von deinem Können ab. In der ersten Session fährst du nicht sofort Höchstgeschwindigkeit.
Kosten
Was kostet ein eFoil?
Ein eFoil ist ein technisches Sportgerät mit teuren Materialien. Die Preise unterscheiden sich je nach Hersteller, Board, Akku und Wing-Set deutlich. Bei Importen kommen oft Versandkosten und Steuern dazu.
Aktuelle Modelle findest du auf den Seiten der Boards, zum Beispiel LIFT4 Cruiser und LIFT4 Sport. Eine günstigere Alternative sind gebrauchte eFoils.
Zubehör, das du einplanen solltest
- Ersatzflügel
- Ersatz-Akku
- Helm
- Prallschutzweste
- Neoprenanzug
- Schuhe, Hut oder Rash Guard
Orte und Recht
Wo darf man eFoilen?
Technisch geht es im Meer, auf Seen und auf Flüssen. Ob es erlaubt ist, hängt vom Gewässer ab.
In Deutschland ist die Rechtslage an vielen Stellen unklar. Je nach Landkreis, Gemeinde oder Gewässer können unterschiedliche Regeln gelten. Frag im Zweifel bei der zuständigen Behörde nach. Wir haben die Lage in einem eigenen Beitrag beschrieben: Darf man mit dem eFoil überall fahren?
Ausprobieren
Am besten im geführten Kurs.
Du bekommst die Ausrüstung gestellt und testest die Sportart unverbindlich. Das hilft Anfängern ebenso wie Fortgeschrittenen, die ein kürzeres Board ausprobieren wollen.
- ca. 120 Minuten
- maximal 2 Teilnehmer
- Wangermeer und Cuxhaven
Gut zu wissen
Häufige Fragen zum eFoil.
Was ist ein eFoil?
Ein eFoil ist ein elektrisch angetriebenes Foil Board. Mast und Flügel unter dem Board sorgen dafür, dass es abhebt und etwa einen halben Meter über der Wasseroberfläche gleitet.
Wie funktioniert ein eFoil?
Die Flügel am Mast sind wie Flugzeugflügel profiliert. Bei Fahrt entsteht Auftrieb, der das Board aus dem Wasser hebt. Zum Abheben braucht ein eFoil grob 10 bis 20 km/h.
Seit wann gibt es eFoils?
Die ersten serienmäßigen eFoils brachten Lift Foils und Fliteboard 2017 auf den Markt. Prototypen und die Idee dazu gab es schon Jahre früher.
Wie wird ein eFoil angetrieben?
Am Mast sitzt ein Elektromotor mit Propeller. Er wird von einem Lithium-Ionen-Akku versorgt, der meist im Board steckt. Gesteuert wird mit einem Controller, der in der Regel per Bluetooth verbunden ist.
Wie schnell fährt ein eFoil?
Die Hersteller geben Höchstgeschwindigkeiten von bis zu rund 55 km/h an. Eine typische Cruising-Geschwindigkeit liegt bei etwa 25 km/h.
Wie lange hält der Akku eines eFoils?
Die meisten Akkus reichen für ein bis zwei Stunden Fahrzeit. Entspanntes Cruisen verbraucht weniger Energie als viele Turns und starke Beschleunigung. Mit einem Ersatz-Akku verlängerst du die Fahrzeit.
Wer kann eFoilen lernen?
Fast jeder. Du brauchst keine besondere Fitness. Für den Start empfehlen wir einen Kurs oder ein Coaching.
Wo kann ich in Norddeutschland eFoilen lernen?
Hydrofoil-Surfing bietet eFoil-Kurse am Wangermeer im Wangerland und in Cuxhaven an. Ein Einsteigerkurs dauert etwa 120 Minuten und hat maximal zwei Teilnehmer.
Wo darf man eFoilen?
Das hängt vom Gewässer ab. In Deutschland gelten je nach Landkreis, Gemeinde oder Gewässer unterschiedliche Regeln. Frag im Zweifel bei der zuständigen Behörde nach.
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